Von Kaninchen und Meeresschildkröten

Heute machten sich die etwa 80 MenschenrechtsaktivistInnen auf den Weg ins Naturschutzgebiet rund um Rabbit Island. Eine angenehme Abwechslung, sich einmal mit dem Schutz der Natur anstelle dem Schutz von Menschen beschäftigen zu können.

Rabbit Island

Rabbit Island

Abfallberge, Wasserverschmutzungen und Bodenerosionen. Diese Eindrücke prägten das Bild des Sandstrandes an der Südküste von Lampedusa vor 1996. Mit dem Aufkommen des Massentourismus wurden auch die seltenen Meeresschildkröten Caretta-Caretta von ihrem Brutgebiet an diesem Strand vertrieben. Dies alles bewog die Naturschutzorganisation Legambiente dazu, einen Teil der Südküste von Lampedusa und die einige Meter daneben liegende Insel Rabbit Island unter Naturschutz zu stellen.

Die Insel Lampedusa liegt im Mittelmeer zwischen Tunesien und Sizilien. Die Fläche beträgt 24 Quadratkilometer, sie ist 9 Kilometer lang und misst an der breitesten Stelle 3 Kilometer. Geografisch gehört sie zu Afrika, da sie sich auf der afrikanischen Kontinentalplatte befindet. Dementsprechend sind die Vegetation und die Tierwelt eher vergleichbar mit Nordafrika als mit Europa. Neben seltenen Tierarten wie der Caretta-Caretta sind auch viele seltene Pflanzen zu finden.

Rabbit Island! Ich freute mich darauf, Kaninchen beobachten zu können. Leider wurde ich aber enttäuscht. Der Name Rabbit Island stammt einer Legende zufolge aus dem Arabischen, in welchem „Rabat“ so viel wie Verbindung heisst. Die Insel ist bei tiefem Meeresstand durch einen Sandpfad mit der Hauptinsel verbunden, was diesen Namen erklärt. Es sollen aber doch einige Kaninchen auf der Insel leben, welche sich jedoch nicht gezeigt haben.

TeilnehmerInnen des IHRC im Naturschutzgebiet

TeilnehmerInnen des IHRC im Naturschutzgebiet

Heute ist Baden an diesem Strand im Naturschutzgebiet noch immer erlaubt, die Touristen müssen sich jedoch an einige Regeln halten. Dies hatte zur Folge, dass die Meeresschildkröten zurückgekehrt sind und nun friedlich mit den Badegästen koexistieren können.

Nach dem Treffen mit Leuten von Legambiente haben wir uns dann auch eine kurze Abkühlung im Meer gegönnt, bevor die Arbeit im Camp weiterging. Am Freitag werden wir für unsere grosse Abschluss-Aktion an diesen Strand zurückkehren. Mehr dazu will ich noch nicht verraten, am Freitag erfahrt ihr mehr!

Theres

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