Von der Lüge über die italienische Gemütlichkeit – Zwischenbericht

Liebe Leserinnen und Leser

Eigentlich wollten wir uns in einem Blogeintrag für die nur wenigen Einträge in den ersten vier Tagen entschuldigen. Bei nur fünf Beiträgen nach vier Tagen könnte ja glatt der Verdacht aufkommen, wir würden uns auf die schönen Seiten der Insel konzentrieren.

Party und Ferienlaune statt Arbeit für die Menschenrechte? Nicht ganz. Gestern haben wir es endlich geschafft, euch wieder auf den neuesten Stand zu bringen. Doch wie sah unsere Woche bis jetzt aus?


Unsere anfänglichen Befürchtungen, wir könnten „zu viel“ Freizeit haben, haben sich als völlig unbegründet erwiesen;-) Von der angeblichen italienischen Gemütlichkeit merkt man hier nicht viel. In dem sehr gut gefüllten Programm der ersten Tage blieb kaum ein ruhiger Moment zum Bloggen. Wir rauschten stattdessen von Workshop zu Vortrag und wieder zu Workshop und versuchen uns in den kostbaren Momenten beim (übrigens grandiosen) Essen mit den zahlreichen Leuten aus verschiedensten Ländern auszutauschen. Pausen sind übrigens völlig überbewertet, haben wir gelernt, und hatten somit auch schon von 10.00 bis 21.30 Uhr non stop Programm, mit gerade mal einer Stunde Pause. Desweiteren macht uns des Öfteren der Wind einen Strich durch die Rechnung. Unser Internetzugang scheint sich mit diesem nicht wirklich zu vertragen. Seit gestern haben wir aber endlich etwas Zeit zum Durchatmen und vor allem auch zum Schreiben!

Was uns in den bisherigen Tagen so beschäftigt hat? Seht selbst:

– Einführung in die Geschichte und Natur der Insel durch die Organisation Legambiente
– Einführung in die Kampagne When you don’t exist
– Workshops zu sozialen Medien und Blogs
– Vortrag zu Aktivismus bei Amnesty
– World Café: Austausch über die Migrationspolitik von verschiedenen Ländern
– Treffen mit LampedusanerInnen
– Aktionsplanung für Donnerstag und Freitag
– Treffen mit der Bürgermeisterin von Lampedusa
– Workshop zu Medienberichterstattung über Lampedusa
– Workshop zu Photographie und Video
– Besuch von Rabbit Island und dem Naturschutzgebiet (na gut, dass zählt zu Freizeit;-))

Das volle Programm hat es uns erlaubt, viel zu erfahren und zu lernen, trotz ein paar sehr erschöpfenden Momenten. Nun arbeiten wir in kleineren Gruppen (naja, unsere umfasst 20 Leute, aber die anderen sind wirklich klein) an der Planung der diversen Aktionen, welche wir heute und morgen durchführen werden. Lest ab diesem Wochenende darüber, was wir gemacht haben. Aber denkt immer an das allgegenwärtige Schlagwort des Camps Flexibilität und verzeiht uns, falls einige Infos etwas verspätet ankommen. Das wars für jetzt, der nächste Termin rückt näher.

Tanti saluti
eure Lampedactivists

Victoria

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2 Antworten zu Von der Lüge über die italienische Gemütlichkeit – Zwischenbericht

  1. Hauke schreibt:

    Ihr seid super! Tolle Artikel, super Stimmung hier im Camp. Grüße … Schaut auch auf: http://illegalized.wordpress.com/

  2. Hauke schreibt:

    Die Mühen haben sich gelohnt! Die Aktion war fürs erste Erfolgreich. Der Applaus vom Strand spricht für sich. Wir werden weiter blogen, von der Aktion berichten und unsere Botschaft #SOSeurope in die Welt tragen. Viele Grüße, Hauke
    Besucht auch meinen Blog: illegalized.wordpress.com

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