Schicksal in unseren Händen

Eine Amnesty-Aktivistin fordert die Einstellung der Push-Back Operationen. © AI

Eine Amnesty-Aktivistin fordert die Einstellung der Push-Back Operationen. © AI

Heute Morgen habe ich in die Augen von neun Flüchtlingen aus Afghanistan geblickt und ihre Hände in meinen gehalten – zwei Männer, vier Frauen und drei Kinder mit erschöpften Gesichtern. Hier berührt ihre Geschichte mein Leben, hier personifiziert sich die Gruppe von Menschen, deren Rechte wir einfordern.

Giorgos Moutafis, unser Migrations-Fotograf im Camp, wurde bei Tagesanbruch über die Ankunft eines Bootes informiert, das es über Nacht nach Europa geschafft hatte. Er brachte die Familien, die in einer Bucht nahe des Camps gelandet sind zu uns, um sie hier mit Wasser und Essen zu versorgen. Drei weitere Boote sind in der Gegend von Mytilini angekommen. Am Hafen befinden sich rund hundert Personen, die meisten unter ihnen sind Frauen und Kinder. Wir sammeln das restliche Essen, Kleider und Schlafmatten zusammen, um sie durch die lokalen AktivistInnen den Ankömmlingen zukommen zu lassen. Es ist davon auszugehen, dass sie mehrere Tage am Hafen ausharren müssen, ohne Gewährleistung öffentlicher Versorgung.

Das Wort Migration wird zum Schicksal einer Familie, die voller Hoffnung vor mir stand, bevor sie von den Behörden abgeholt wurde. Ich habe nur einen einzigen Wunsch an uns, die wir das Glück haben, BürgerInnen Europas zu sein: diese Hoffnung nicht zu zerstören.

Bitte unterzeichne hier die Petition, um den Schutz der Rechte und der Würde dieser Menschen an den Grenzen Griechenlands einzufordern.

Daniela Enzler

Advertisements

Über Daniela Enzler

Interested in human rights, refugee rights, the right to health and Malawi.
Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Flüchtlingsgeschichten/ Témoignages de réfugiés, Leben im Camp/ La vie au camp abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Eine Antwort zu Schicksal in unseren Händen

  1. eva hoffmann schreibt:

    Ein tiefes DANKE an all die Menschen – jung und alt – welche sich in ihrem Mitgefühl bewegen lassen, und aktiv werden – handeln, Menschen etwas Trost und Hoffnung zu schenken, in dem Moment da zu sein wenn ein fliehender Mensch sein Land verlassen muss. Ein Blick eine Geste des Wohlwollens wenn Menschen in einem fremden Land in Not ankommen – für mich sind dies die Menschen die ein Zeichen setzen für eine Welt des Friedens. Frauen vor Allem – sie engagieren sich für den Frieden welcher von Männern immer wieder verletzt und auf’s Spiel gesetzt wird. Ein Aufruf an Männer sich an dieser Friedensarbeit AKTIV zu beteiligen. Es gibt zu wenige welche sich für die Not von Anderen einsetzten. Danke dass ihr dies zu eurem Lebensinhalt gemacht habt – Anderen zu helfen, für Andere da zu sein – die Freude und der Friede den dies bringt ist mehr Lohn als jedes Geld der Welt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s